< Weltgebetstag 2016 aus Kuba

Winter 2015

Liebe Rohrer Kirchengemeinde,

ach, wie ist dieses Jahr doch wieder schnell verflogen! Je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit, so meint man. Das liegt wohl daran, dass die Zahl der vor einem liegenden Jahre doch schon deutlich kleiner ist, als die Zahl der Jahre, die man schon erlebt hat. 

 

Ein Jahr an sich ist schon sehr kurzweilig. Die verschiedenen Jahreszeiten, die jährlichen Feste und Veranstaltungen sind abwechslungsreich und nicht zuletzt das Weltgeschehen ist ja auch sehr aufregend. Gerade in diesen Zeiten. 

Nein, keine Angst, ich werde jetzt nicht politisch. Aber den vielen Helfern im Asylbewerberkreis möchte ich schon ausdrücklich für ihren Einsatz danken. Im Übrigen, Jesus hat auch allen Menschen die in Not waren geholfen. Gleich welcher Gemeinschaft oder Religion sie angehörten. Er hat geholfen, ohne zu fragen. 

Aber mich beschäftigen in dieser vorweihnachtlichen Zeit natürlich auch die existentiellen Fragen unserer Kirchengemeinde Rohr: 

Der „Lebendige Adventskalender‘“ in unserer Kirchengemeinde zum Beispiel. Da trifft man nette Menschen, plaudert und genießt zusammen die stimmungsvolle Vorweihnachtszeit. Nur schade, dass man nicht zu jedem Haus oder Hof pilgern kann, weil man halt auch noch andere Termine hat. Ein Tipp: Nehmen Sie eine Kerze oder Laterne mit, damit sie die Lied-texte mitsingen können. Das Liedblatt mit dem Handy auszuleuchten wird von mir hiermit verboten!

Ich bin schon gespannt, ob die Christbaumpreise in Seitendorf stabil bleiben. Schließlich hat es heuer fast nicht geregnet. Da hatten die Christbaumverkäufer schon im Sommer viel Arbeit mit dem Gießen. Übrigens, für Christbäume gibt es keine Garantiezeit! Also, wenn ihr Baum nach Lichtmeß nadelt, haben sie Pech gehabt und kriegen kein Geld vom Verkäufer zurück! Und noch was: Wer seinen Christbaum vor dem 6. Januar schon aus dem Wohnzimmer schmeißt, hat Weihnachten gar nicht verdient. Und da schließt sich der Kreis wieder. In unserer schnelllebigen Zeit stehen die Pulzermärtel schon im September im Regal und zwei Tage vor Weihnachten gibt es die Weihnachtsartikel zum halben Preis. Wir machen uns immer mehr zum Affen der Einkaufsmärkte. Dabei geht die Weihnachtszeit schon immer bis Lichtmeß, also bis zum 2. Februar! Die Weihnachtsbeleuchtungen an den Häusern schaltet man vor dem Totensonntag natürlich auch nicht ein.

Und zum Schluss: Neulich hab ich beim TÜV angerufen, ob mit den Abgaswerten von der Schwester Babett alles in Ordnung sei. Soweit so gut. Der gute Ratschlag vom TÜV war, dass ich das vielleicht mal meinen Hausarzt fragen soll. Auf jeden Fall wäre es sinnvoller, im kommenden Jahr öfter mal zu Fuß zu gehen. Das wirkt sich dann noch am besten für die Abgaswerte und unsere Umwelt aus. 

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine segensreiche Weihnachtszeit

Eure Schwester Babett!

24.11.2015 15:37 Kategorie: Kolumne