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Kindergarten Sanierung oder Neubau?

Wie Sie sicher schon der Zeitung entnehmen konnten planen wir den „Altbau“ im Kindergarten zu sanieren oder neu zu bauen. Die Entscheidung darüber ist nicht so ganz einfach und deshalb auch noch nicht gefallen. Sicher werden Sie fragen: was? Der Anbau ist doch noch nicht so alt? Den kann man doch nicht einfach wegreißen. Da haben sie im Prinzip Recht, er stammt von 1995 und ist tatsächlich damit erst 21 Jahre alt. Diese Frage haben wir uns auch gestellt und im Sinne von nachhaltigem Wirtschaften und dem Umgang mit Ressourcen wäre das keine gute Wahl.

Warum wir dennoch darüber nachdenken müssen ist folgendes: Bei Erhaltung und energetischer Ertüchtigung der Bausubstanz wird eine Erweiterung unumgänglich, weil der Raumbedarf heute ein anderer ist als zur Bauzeit früher. Das bedeutet, wir brauchen etwa 1/3 mehr Raum als bisher gebaut ist. Dieser Bau würde dann sinnvoller Weise in einer Line mit dem bisherigen Gebäude fortgesetzt. Dadurch geht aber so viel Gartenspielfläche verloren, dass das ein sehr schmerzlicher Verlust wäre. Zudem ist das Gelände, auf dem dieser Zusatzbau entstehen würde nicht gerade einfach in der Gründung des Fundamentes. Was das genau finanziell bedeuten würde, wird gerade von Baustatikern geprüft. Darüber hinaus müssten tatsächlich 5 Gruppen für etwa ein Jahr ausgelagert werden, was mit enormen Kosten für eine Containerlösung oder anderweitigen Übergangslösungen verbunden ist.

Die angedachte Alternative wäre ein parallelgelagerter Neubau in den Hang hinter dem jetzigen Gebäude. Dabei würde der neuste Krippenbau ins Gebäude integriert. Dadurch könnte der Betrieb im bisherigen Gebäude erst einmal weitgehend weiter laufen. Nach Fertigstellung des neuen Gebäudes würde dann der Umzug erfolgen und das Bisherige Gebäude würde abgerissen. Dadurch entstünde ein enorm großer Garten. Allerdings hat auch diese Lösung nicht unerhebliche Probleme: Ein Baugrund, der dem Hang abgewonnen wird ist wegen des Hangwassers nicht unproblematisch. Auch die Belichtung des Hangseitigen Gebäudeteiles ist zu bedenken. Dazu kommt der Ökologische Aspekt der Verschwendung von Ressourcen.

Sie sehen schon: wie immer es am Ende entschieden wird, einen richtigen Königsweg gibt es in diesem Fall nicht. Zumindest ist uns bis jetzt die Ideallösung noch nicht eingefallen.

 

 

21.05.2016 10:12 Kategorie: Kirchenvorstand, Kindergarten