Gottesdienste

Leider steht der Altjahresgottesdienst statt um 15:00 Uhr erst um 16:30 zur Verfügung!

Leider hat bei der Bläserandacht am 24.12. um 22 Uhr der Ton der Kirchenanlage übersteuert. Wir bitten um Verständnis.

Unsere aufgezeichneten Gottesdienste

hier finden Sie die Gottesdienste als Audiodateien (MP3).

Weihnachtsandacht und Predigt für zu Hause

Bitte zünden Sie sich eine Kerze an, machen alles aus, was Sie hindert ganz und gar bei der Sache zu sein. Stellen Sie ihr Telefon leise und kommen Sie an.

Möglicherweise haben Sie eine Weihnachtskrippe aufgestellt, dann setzen sie sich doch so, dass sie hinein sehen können.

Jetzt ist es Zeit für einen Moment der Stille – eintauchen in den Moment den wir feiern.

Bitte lesen Sie im Lukasevangelium, im zweiten Kapitel, die Verse 1-20 oder hören Sie sich die Verse an.

Liebe Gemeinde,

in diesem Jahr ist alles anders, vielleicht zum ersten Mal in Ihrem Leben werden Sie keinen Weihnachtsgottesdienst besuchen, vielleicht ist es Ihnen aber auch schon länger nicht mehr möglich, aus welchem Grund auch immer.

Das spielt heute gar keine Rolle. Sie haben Besuch! Er, ist gekommen um bei Ihnen heute zu sein. Lassen Sie ihre Augen auf der kleinen Szene rund um diese Futterkrippe. Da ist die Mutter Maria, unverheiratet, blutjung, nach einem sehr beschwerlichen Weg zu Fuß aus Nazareth. Endlich angekommen. Erschöpft, am Ende ihrer Kräfte, nur noch froh ein Dach über dem Kopf zu haben. Eigentlich ein Unterschlupf für Tiere. So riecht es auch!

Neben ihr Josef, ihr Verlobter. Der hat auch eine ganz schöne Schleuderfahrt der Gefühle hinter sich. Erst froh und glücklich, eine Mädchen fürs Leben gefunden zu haben, dann der Schock: Sie erwartet ein Kind – nicht von ihm!

Gott bietet in einem Traum einiges auf, um Josef davon zu überzeugen, dass das schon seine Richtigkeit hat. Ich kann mir vorstellen, wie es ihn umtreibt, wie er nach dem Erwachen erst einmal forscht, was Traum und was Wirklichkeit ist. Wie er sich fragt, ob er diesem Traum trauen kann und seiner Maria? Kann und soll er ihr vertrauen? Josef willigt ein und bleibt an Marias Seite.

Es braucht Mut um diesen Weg Gottes mit zu gehen. Mehr als das, es braucht grenzenloses Gottvertrauen. Maria und Josef haben dieses Vertrauen, auch wenn es sicher einen Weg dorthin gegeben hat. Dieses Vertrauen ist nicht einfach so vom Himmel gefallen!

Vieles von dem, was die beiden denken und fühlen, könnte auch jedem von uns durch den Kopf gehen. Wir wären ebenso erschöpft und am Ende wie Maria. Wir zweifelten wie Josef. Hätten wir auch ihr Vertrauen?

In jungen Jahren vielleicht, mit dem Mut und der Kraft der Jugend. Aber mit zunehmendem Alter schwinden Mut und Kraft und die Bedenken werden lauter.

Heute können wir vielleicht leichter mit Paul Gerhard sprechen und denken:

1. Ich steh an deiner Krippen hier, o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut,
nimm alles hin und lass dir’s wohlgefallen.

Wir suchen nach dem Mut in uns und finden unsere Verzagtheit. Wir halten fest an dem was uns im Laufe der Jahre Halt gab. Strukturen, die das Leben vereinfacht haben. Gerade das Weihnachtsfest hat sehr klare Strukturen und Regeln über Besuche und Treffen in der Verwandtschaft und im Freundeskreis. Oft folgen auch die Besuche selbst dann fast schon einem Ritual, in dessen Mittelpunkt unbestreitbar oft jede Menge Essen steht und das eine oder andere Getränk. Diese Rituale sind so prägend, dass sogar die Politik diese für unausweichlich hält.

Im Lied ist davon die Rede, dass wir beim Anblick der Krippe unser Leben an Jesus quasi zurückgeben. Wir haben unser Leben aus seiner Hand und mit diesem Kind vor Augen gibt es nur eine Antwort: Jesus, ich schenke dir mein Leben. Und das liegt nicht etwa an der romantischen Stimmung in diesem Stall! Es liegt einzig und alleine daran, dass wir gar nichts anderes geben könnten, weil wir nichts mitzubringen haben. Unser Leben in den Dienst Jesu zu stellen ist die konsequente Antwort auf Gottes Liebesbekenntnis zu uns.

3. Ich lag in tiefster Todesnacht, du warest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht’,
wie schön sind deine Strahlen!

Wie direkt aus unserer verworrenen Situation heraus spricht dieses Lied von den Ängste und Nöten, die uns umgeben. Aber es spricht noch viel lauter von dem Licht in dieser Situation. Es spricht vom Geschenk des Glaubens in mir. Es ist mehr als nur ein kleiner Trost, es ist Gewissheit im Glauben. Eine Gewissheit, die wir uns nicht selbst verdienen oder erarbeiten können. Glaube ist Geschenk und Gnade! Mit den Augen des Glaubens auf die Geburt unseres Herrn zu schauen, dazu will uns Paul Gerhard leiten.

In diesem Jahr ist es ein besonderes Geschenk, dass wir hoffentlich etwas weniger Ablenkung über Weihnachten haben als sonst. Wir sind zu etwas mehr Ruhe angehalten – das ist auch eine einmalige Chance auf das Besinnen auf das Wesentliche. Wenn Gott gewollt hätte, dass Jesu Geburt ein Familien-Volksfest auslöst, dann hätte er das schon damals stattfinden lassen! Die gebremsten Feierlichkeiten geben uns Zeit über das Wesentliche nach zu denken.

Sollten wir dabei feststellen, dass uns so manches im Weg stand bei der Beschäftigung mit dem Wesentlichen der Geburtsstunde Jesu unseres Retters, dann liegt es doch an uns selbst. Stellen wir uns doch bitte wenigstens für einen Moment nur diese eine Frage:

Was brauche ich wirklich um mir der Gegenwart Jesu in meinem Leben bewusst zu werden. Was brauche ich um zur Ruhe zu kommen. Was brauche ich um Gedanken des Friedens und der Versöhnung in mir wach werden zu lassen. Was erinnert mich an die Liebe Gottes – die Geburt war nur der erste Schritt!

Am Ende wird es auf uns ankommen, ob wir diese Fragen stellen, ob wir sie zulassen, und ob wir aus den Antworten etwas für unser Leben machen. Jetzt ist die Zeit darüber nachzudenken!

Möglicherweise ist alles, was sie bisher schon immer an Weihnachten getan haben genau die Antwort auf eben diese Fragen. Glückwunsch – dann hat Ihr Weihnachtsfest bereits alles was es braucht.

Wenn nicht lassen Sie uns gemeinsam Pläne für die Zukunft machen und suchen nach dem Wirken Jesus in unserem Leben. In diesem Jahr haben wir die Chance!

Gebet:

Herr Jesus, du bist als dieses Kind zu uns gekommen. In dir begegnet uns die ganze Liebe des Vaters. Hilf uns das Wesentliche dieses Festes wieder zu entdecken. Mache unsere Herzen frei von der Geschäftigkeit und zeige uns deine Liebe. Schenke uns den Blick für das Wesentliche und gib uns auf Dauer den Mut dir zu folgen.

Heute denke ich an viele Menschen, die ich nicht sehen werde, ich sage dir ihre Namen………. Schenke auch ihnen einen liebevollen Funken dieses Festes. Amen.

Vater unser im Himmel….

Gottesdienst

Familienkirche

So, 19.1. 10-11:11 Uhr
Ort
Gemeindehaus Saal
Pfarrgasse 1
91189 Rohr
Art der Veranstaltung / Kategorie
Gottesdienste
Zielgruppe
Alle Zielgruppen
Ansprechpartner
Pfarramt Rohr

pfarramt.rohr@elkb.de


09876/1230


Veranstalter
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Rohr


Pfarrgasse 4
91189 Rohr

Pfarramt.Rohr@elkb.de

Telefon (09 876) 12 30
Fax (09 876) 760